Drama, Komödie | Deutschland 2026
Regie: Doris Dörrie
Besetzung: Angela Winkler, Laura Tonke, ...
Laufzeit: 108 min | FSK ab 12
Deutschland, 2030. Frau Winkler (Angela Winkler) ist 80, war früher Schauspielerin und lebt seit dem frühen Tod ihres Mannes und Bühnenpartners zunehmend zurückgezogen. Ihre wichtigste Stütze ist ihre Tochter Emi (Laura Tonke), die ebenfalls Schauspielerin ist und sich seit vielen Jahren um ihre Mutter kümmert.
Doch nun bekommt Emi die Chance auf ein neues Theaterengagement und möchte endlich wieder mehr Raum für ihr eigenes Leben haben. Ausgerechnet jetzt hat Frau Winkler einen Unfall und ist plötzlich auf intensive Unterstützung angewiesen.
Die Lösung kommt in Gestalt eines Pflegeroboters, den die Krankenkasse zur Verfügung stellt. Frau Winkler empfindet die Vorstellung, künftig von einer Maschine umsorgt zu werden, als Zumutung. Doch ihr neuer Mitbewohner erweist sich als überraschend aufmerksame Gesellschaft. Er hat Zeit, hört zu und teilt mit der ehemaligen Schauspielerin die Liebe zu Literatur und Theater. Besonders mit Tschechow findet er einen Zugang zu ihr.
Frau Winkler beginnt sich zu öffnen, Erinnerungen an ihre Zeit auf der Bühne werden wach und aus anfänglicher Ablehnung entwickelt sich langsam eine unerwartete Nähe.
Gerade darin liegt der besondere Reiz des Films. Der Pflegeroboter ist kein futuristisches Spektakel, sondern eröffnet einen neuen Blick auf sehr vertraute Themen wie familiäre Fürsorge und ihre Grenzen, Einsamkeit im Alter, Selbstbestimmung und das Bedürfnis nach Nähe.
Dass die Geschichte im Jahr 2030 spielt und ein Roboter zu ihren Hauptfiguren gehört, macht „Frau Winkler verlässt das Haus“ dabei noch lange nicht zum Science-Fiction-Film. Die nahe Zukunft ist vielmehr der Rahmen für eine sehr menschliche Geschichte.
Getragen von Angela Winkler und Laura Tonke verbindet der Film feinen Humor und Melancholie mit der Liebe zu Theater und Literatur. Eine kluge, bittersüße Tragikomödie über das Älterwerden und Loslassen und über eine ungewöhnliche Begegnung, die Frau Winkler noch einmal neuen Lebensmut schöpfen lässt.




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