Drama, Komödie, Biopic | Frankreich, USA 2025
Regie: Richard Linklater („Before Sunrise“)
Besetzung: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Antoine Besson, Adrien Rouyard, …
Laufzeit: 106 min | FSK: ab 12
Der neue Film von Richard Linklater erzählt von den Dreharbeiten und der Entstehungsgeschichte des Kultfilms „À bout de souffle“ („Außer Atem“), der heute als Grundstein und Geburtsmoment der titelgebenden französischen „Nouvelle Vague“ gilt.
Diese brach mit klassischen Erzählformen und etablierte eine freiere Filmsprache.
Im Zentrum stehen Jean-Luc Godard sowie die beiden Schauspieler Jean Seberg und Jean-Paul Belmondo.
Paris, 1959:
Mit 28 Jahren ist Jean-Luc Godard (Guillaume Marbeck) besessen vom Film. Der junge Filmkritiker hat selbst noch keinen eigenen Langfilm gedreht und schreibt stattdessen über die Werke anderer für die Pariser Kinozeitschrift Cahiers du Cinéma.
Doch der Drang, endlich auch hinter der Kamera zu stehen, wächst. Erst der große Erfolg, den sein Freund François Truffaut mit „Sie küssten und sie schlugen ihn“ beim Filmfestival in Cannes feiert, ändert alles.
Plötzlich erklärt sich der Produzent Georges de Beauregard bereit, auch Godards ersten Film zu produzieren – allerdings nur, wenn er Truffauts Konzept für einen Gangsterfilm als Vorlage nimmt.
Doch Godard mag keine Pläne und schon gar kein festes Drehbuch.
Stattdessen lässt er seine Jungstars Jean Seberg (Zoey Deutch) und Jean-Paul Belmondo (Aubry Dullin) spontan vor der Kamera von Raoul Coutard agieren. Dieser ist – ebenso wie die anderen Teammitglieder – irritiert von Godards unbändiger Lust am Spontanen und Authentischen, lässt sich jedoch von der Energie und Selbstsicherheit des Regisseurs mitreißen …
Kaum ein Film war so einflussreich wie diese „auf dem Papier einfache“ Gangstergeschichte – inspiriert vom amerikanischen Film Noir und mit improvisierten Guerilla-Methoden gedreht.
Regisseur Linklater blickt auf die improvisierten, oft chaotischen Dreharbeiten zu Godards Debütfilm und verbindet Filmbiografie, Hommage und Komödie zu einem präzise komponierten und zugleich spielerischen Werk.
Besonders die Szenen zwischen Godard und Jean Seberg gewinnen eine Intensität, die an Linklaters frühere Beziehungsfilme erinnert.
Formal lebt „Nouvelle Vague“ zudem von Kontrasten: Eine stilisierte Schwarzweiß-Ästhetik trifft auf bewusst inszenierte Auftritte der Figuren, die die Metaebenen des Films sichtbar machen.
Diese Reibungen spiegeln die Spannungen im Inneren der Geschichte wider – zwischen Kontrolle und Chaos, Mythos und Realität.
So nähert sich Linklater mit Ironie, großer Liebe zum Kino und spürbarem Interesse am kreativen Prozess der Geburtsstunde jener Bewegung, die 1959 das Kino nachhaltig veränderte.







