Drama, Historie, Romanze | USA, UK 2026
Regie: Georgia Oakley („Blue Jean“)
Besetzung: Daisy Edgar-Jones, Esmé Creed-Miles, Caitriona Balfe, Fiona Shaw, ...
Laufzeit: 135 (!) min | FSK ab 12 Jahren
Wie viel Verstand braucht die Liebe – und wie viel Gefühl verträgt sie?
England um 1800. Als ihr Vater stirbt, verlieren die Dashwood-Schwestern Elinor (Daisy Edgar-Jones) und Marianne (Esmé Creed-Miles) nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihre finanzielle Sicherheit. Gemeinsam mit ihrer Mutter (Caitríona Balfe) und ihrer jüngeren Schwester müssen sie ihr bisheriges Leben hinter sich lassen und in ein bescheidenes Cottage auf dem Land ziehen. Dort nimmt sich die ebenso gutherzige wie neugierige Mrs. Jennings (Fiona Shaw) ihrer an und hat vor allem eines im Sinn - die jungen Damen möglichst bald unter die Haube zu bringen.
Doch während Mrs. Jennings schon fleißig Heiratspläne schmiedet, haben die beiden Schwestern ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, wie die große Liebe aussehen soll. Die vernünftige Elinor umschreibt ihre Zuneigung zum zurückhaltenden Edward Ferrars mit einem vorsichtigen „Ich schätze ihn sehr“, während die leidenschaftliche Marianne von deutlich größeren Gefühlen träumt: „Der Mann, der mich liebt, muss brennen mit seiner Leidenschaft, ohne Zurückhaltung und Zögern.“ Als sie dem charmanten Willoughby begegnet, scheint ihr Wunsch endlich in Erfüllung zu gehen. Doch in einer Gesellschaft, in der Stand und Vermögen oft mehr zählen als Gefühle, werden die Hoffnungen der Schwestern auf eine harte Probe gestellt.
Gut 30 Jahre nach Ang Lees gefeierter Verfilmung mit Emma Thompson und Kate Winslet bringt Regisseurin Georgia Oakley Jane Austens Romanklassiker erneut auf die Leinwand. Und natürlich ist alles dabei, was das Herz von Austen-Fans höherschlagen lässt: elegante Bälle, prachtvolle Kostüme, malerische englische Landschaften, heimliche Sehnsüchte und romantische Begegnungen. Doch Oakley, die mit ihrem preisgekrönten Debüt „Blue Jean“ bekannt wurde, verleiht der vertrauten Welt einen frischen, natürlichen und vielleicht auch historisch akkurateren Anstrich. Statt makelloser Kostüme und auf Hochglanz polierte Sets, gibt es windzerzauste Haare, abgetragene Kleider und eine wilde, manchmal raue Natur.
Vor allem aber rückt Oakley die Beziehung der Schwestern stärker in den Mittelpunkt. Denn hier muss nicht nur die leidenschaftliche Marianne lernen, ihre Gefühle zu hinterfragen. Auch die vernünftige Elinor entdeckt, dass Selbstbeherrschung nicht immer der richtige Weg ist. So erzählt „Sinn und Sinnlichkeit“ nicht nur von der Suche nach der großen Liebe, sondern auch von zwei jungen Frauen, die trotz ihrer Unterschiede aneinander wachsen.





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