Drama | Frankreich 2024
Regie: Boris Lojkine
Besetzung: Abou Sangare, Nina Meurisse, …
Laufzeit: 93 min | FSK ab 12
Souleyman (Abou Sangare) hat in seiner Heimat Guinea alles zurückgelassen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben in Frankreich. Doch ohne Ausweispapiere kein Asyl und ohne Geld keine Papiere. Schwierig, wenn man keine Arbeitserlaubnis hat.
Also hetzt er als unterbezahlter Fahrradkurier eines Essenslieferanten durch die überfüllten Straßen von Paris. In jeder freien Minute versucht er, sich auf sein Asylgespräch vorzubereiten, das in zwei Tagen ansteht. Souleyman tut sich schwer, die erfundene Biografie auswendig zu lernen, denn er ist kein Mensch, dem das Lügen leichtfällt. Doch die Geschichte muss auf dem Amt überzeugen, das ist alles, was zählt …
Zur Angst, kein Asyl zu bekommen, gesellt sich die Sorge, den Bus zu verpassen – eine scheinbare Banalität, die in seiner Welt jedoch den Unterschied zwischen einer warmen Unterkunft und einer Nacht im Freien bedeutet. In einem feindlichen Paris stellt sich der junge Immigrant einem Wettrennen gegen die Zeit.
Der atemlose Alltag von Souleyman gleicht einem Thriller. Regisseur Boris Lojkine inszeniert dynamisch und rasant, die Kamera bleibt dicht am gehetzten Protagonisten. Ein perfekt in Szene gesetztes und auf den Punkt gespieltes Sozialdrama.
Nachwuchsdarsteller Sangare wurde mehrfach für seine Rolle ausgezeichnet. Seine persönliche Flucht fand ebenfalls ihren Weg ins Drehbuch.








