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Womit haben wir das verdient?

Mo 18.03. bis Mi 20.03. 20.15 Uhr (8,50 €)

Kurzfilm als Vorfilm: Ausstieg rechts (3 min.)

Österreich 2018
Regie: Eva Spreitzhofer
DarstellerInnen: Caroline Peters, Chantal Zitzen-
bacher, Simon Schwarz, Marcel Mohab…
Laufzeit: 92 min. | FSK ab 0

Wien. Eigentlich wäre es Wanda, 47, lieber, wenn ihre Tochter Nina wieder kiffen würde. Stattdessen sitzt die Pubertierende plötzlich mit Kopftuch vor ihrer Mutter und behauptet, online zum Islam konvertiert zu sein. Und ach ja, Nina will ab jetzt Fatima genannt werden. Wanda, die sich gerade mit einem neuen Mann und dessen Sohn sowie einer aus Vietnam adoptierten zweiten Tochter eine gut funktionierende Patchwork-Familie zu basteln versucht, ist selbst Feministin und Atheistin. Im Angesicht des Kopftuchs ihrer leiblichen Tochter bleibt ihr also erstmal der Mund offenstehen; in der Folgezeit weicht die Überraschung der Bestürzung. Dass Religion überhaupt wieder eine Rolle in ihrem Leben spielen könnte, damit hat sie nicht gerechnet. Maßlos verwirrt von Burkini, Halal und Hijab, sucht sie Hilfe bei ihrem Ex-Mann Harald, dem Vater von Nina, sorry: Fatima. Doch auch der findet keine Abhilfe. Stattdessen findet sie unerwartet eine Verbündete in Hanife, der Mutter von Fatimas neuer muslimischer Freundin Maryam. Hanife, seit 35 Jahren in Österreich lebend und von hier aus für die Rechte der Frauen im Islam kämpfend, macht sich nämlich auch Sorgen. Sie befürchtet, dass Fatima einen schlechten Einfluss auf ihre Tochter haben und Maryam von dem altmodischen Frauenbild geprägt werden könnte, das Fatima in ihrer Euphorie für den Islam vertritt…

Das muntere und kurzweilige Regiedebüt von Eva Spreitzhofer platzt mittenrein in die Debatte um Kopftuchverbote. In schnellen Dialogen entlarvt das Drehbuch bürgerliche Doppelmoral, krampfige Political Correctness und übereilige Toleranz. In alle Richtungen werden hier Spitzen verteilt: Da werden sowohl der bisweilen überdrehte Gestus einer Patchworkfamilie satirisch überhöht als auch Breitseiten auf die katholische Kirche abgegeben. Lustig macht sich die Regisseurin gleichwohl nicht über diese oder eine andere Glaubensrichtung und Weltanschauung.

Die kurzweilige Komödie reißt viele zeitgeistige Themen an und überzeugt vor allem durch ihre DarstellerInnen und durch Wortwitz und Humor.

 

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