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Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm

So 09.12. 11.00 Uhr (9,00 €)

Deutschland 2018
Regie: Joachim Lang
DarstellerInnen: Lars Eidinger, Tobias Moretti,
Hannah Herzsprung, Joachim Król…
Laufzeit: 130 min. | FSK ab 6

Berlin in den 1920er-Jahren. Wirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit und eine erstarkende rechte Bewegung verwandeln die Metropole unaufhörlich in ein Pulverfass. In dieser Zeit führt Bertolt Brecht (Lars Eidinger) seinen Welterfolg „Die Dreigroschenoper“ zum ersten Mal auf. Das Publikum ist begeistert. Die Lieder von Kurt Weill entwickeln sich zu echten Gassenhauern. Schnell entstehen Pläne, das Ganze zu verfilmen. Brecht schreibt das Drehbuch für den geplanten Film. Wie im Theaterstück soll es um den Gangsterboss Macheath, alias Mackie Messer, (Tobias Moretti) gehen, der sich in Polly (Hannah Herzsprung), die Tochter seines Konkurrenten Peachum (Joachim Król), verliebt. Doch das Projekt steht unter keinem guten Stern. Während Brecht ein soziales Experiment im Sinn hat, geht es dem Studio allein ums schnelle Geld. Brecht wird vor Gericht klagen…

Die Handlung des Films basiert auf wahren Begebenheiten. Tatsächlich wollten Bertolt Brecht und Kurt Weill nach ihrem Erfolg auf der Bühne das Stück auch verfilmen. Doch das Projekt scheiterte.
Regisseur Joachim Lang weiß genau, wovon er erzählt, immerhin schrieb er seine Doktorarbeit über „Die Dreigroschenoper“ und war acht Jahre lang künstlerischer Leiter des Brecht-Festivals. Er parallelisiert die wahre Geschichte des fehlgeschlagenen Adaptionsversuches mit den Liedern und der Handlung des Dreigroschenromans, um diese gegenüberzustellen und zugleich in die Zeit der Weltwirtschaftskrise, der Arbeitslosigkeit und des aufkommenden Faschismus einzugliedern. Dabei lässt er Realität und Fiktion virtuos verschmelzen.

Das alles ist sehenswert und unterhaltsam – nicht nur für Deutschlehrer und Brechtologen. Das hochkarätige Ensemble hat sichtlich Spaß an dieser Variante des Klassikers. Der Sound des 80 Musiker starken SWR-Symphonieorchesters verleiht den bekannten Liedern einen wuchtigen Klang. Mit Eric Gauthier, dem Publikumsliebling des Stuttgarter Balletts, sorgt ein Könner für die Choreographie.

Der Film bricht Sehgewohnheiten, bietet Überraschungen und neue Möglichkeiten. Ein Experiment, ein Versuch, etwas Neues zu wagen. Brecht hätte an diesem Film, vor allem aber an seinem Mimen Lars Eidinger, sicherlich Vergnügen gehabt.

 

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