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The Florida Project

Fr 13.04. und So 15.04. 18.00 Uhr
(in deutscher Fassung)

Mo 16.04. bis Mi 18.04. 20.30 Uhr
(in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln)

USA 2017 | Regie: Sean Baker
DarstellerInnen: Willem Dafoe, Brooklynn Prince, Valeria Cotto, Bria Vinaite …
Laufzeit: 115 min. | FSK ab 12

Orlando/Florida. Hier leben, ganz in der Nähe der neu entstehenden Märchenwelt von Disney World, die 22-jährige Halley mit ihrer 6-jährigen Tochter Monnee für 38 Dollar täglich in einem recht bescheidenen Zimmer eines Motels. Während Halley versucht, sich und Moonee durch kleine Diebstähle und deren Verkäufe über Wasser zu halten, stromert das kesse Töchterchen mit ihren gleichaltrigen Freunden auf der Suche nach Abenteuern durch die Gegend, unterweist sie darin, Geld für ein Eis zusammenzubetteln, die Stromversorgung eines Wohnblocks lahmzulegen, und in leerstehende Häuser zu klettern. Moonee kennt sich aus in ihrem Revier, ist sie doch viel auf sich allein gestellt. Zwar geht die Mama recht liebevoll mit ihr um, doch erinnert ihr Umgang mit dem Töchterchen eher an zwei ein wenig durchtriebene Schwestern. Gut gelaunt und unbefangen leben sie in ihrer chaotischen Welt, in der Halley alles andere als ein klassisches Müttermodell erfüllt. Erziehung wird dem Kind also nur peripher zuteil. Hauptsächlich durch Bobby, den Motelmanager. Er weiß, was sich in seiner Anlage abspielt, hat ein Auge auf alle und kümmert sich um die, die es brauchen. Doch weil auch Bobby nicht alles immer beobachten kann, geraten die „lausbübischen“ Aktionen der Kinder bald aus dem Ruder…

In der Anfangssequenz des Films sieht der Zuschauer den Kindern erst einmal beim Spielen zu. Das mutet an wie eine Dokumentation, von der man nicht so recht weiß, wohin sie führen soll. Zunehmend und allmählich findet er sich jedoch ein in Moonees alltägliches Leben, erhält Einblick in die Gegebenheiten: in die wohnliche und finanzielle Situation, in die Beziehung zwischen Mutter und Tochter, in die Tatsachen und die Möglichkeiten der Umgebung. Er lernt den sympathischen Bobby kennen, der mit Geduld und Gelassenheit versucht, gleichzeitig Vaterfigur und Polizist, Sozialarbeiter und Anwalt zu sein. Vor allem aber erhält er aus der Sicht eines Kindes einen authentischen Blick auf die andere Seite einer vermeintlich heilen amerikanischen Welt. Regisseur Sean Baker verzichtet auf Erklärungen. Sein Sozialdrama ist raffinierter und dadurch umso effizienter. Reportagemäßig ist er dicht an den beiden Hauptfiguren: Mutter und Tochter, die er aus Schauspiellaien gecastet hat. Intensiv und außergewöhnlich klug setzt er sie in Szene. Kein überflüssiges Wort, kein Getue und Gehabe. Das wirkt oft improvisiert und scheint kein Script zu haben. Getoppt wird das Ganze dann noch von einem hervorragend agierenden Willem Defoe.

„The Florida Project“ wurde mit Preisen und Nominierungen überhäuft. Zu Recht. Eine scharfsinnige Milieu-Studie, manchmal witzig, ausgesprochen scharfsinnig und sehr berührend.

 

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