Acht Berge

Italien/ Belgien/ Frankreich 2022
Regie: Felix van Groeningen und Charlotte Vandermeersch („Broken Circle“)
nach dem Roman von Paolo Cognetti
DarstellerInnen: Luca Marinelli, Alessandro Borghi, Filippo Timi, Elena Lietti, …
Laufzeit: 147 min.
FSK ab 6

Das Aosta-Tal in Norditalien, 80er-Jahre. Pietro kommt im Alter von zwölf zum ersten Mal aus Turin hierher, weil seine Eltern die ruhige Bergwelt lieben. Bald schon schließt er Freundschaft mit dem gleichaltrigen Bruno, Sohn eines Almbauern. Den Sommer über verbringen die beiden Jungen jeden Tag miteinander, erkunden die verlassenen Häuser des Bergdorfs, klettern über Berghänge, folgen dem Wildbach bis zur Quelle und tauschen sich dabei aus über ihre Gedanken und Gefühle…

Der eine, Bruno, wird das Dorf nie verlassen und irgendwann versuchen, die Käserei seines Onkels wiederzubeleben; Pietro wird in die weite Welt gehen, magisch angezogen von immer noch höheren Gipfeln. Doch das Band zwischen den beiden Männern bringt sie immer wieder im Aosta-Tal zusammen und auch, wenn sich ihre Lebensideen und -konzepte längst in unterschiedliche Richtungen entwickelt haben, so werden die Entscheidungen, die der eine trifft, zur Inspiration des anderen.

Eine Geschichte vom Aufbrechen und vom Wiederkehren und von einer lebenslangen Männerfreundschaft, geprägt von gegenseitigem Respekt und tiefer Verbundenheit. Söhne und Väter, Stadt und Land, Lebensträume und schicksalhafte Umstände sind die Themen des dem Film zugrunde liegenden Romans von Paolo Cognetti. Wie die willkürlichen und unumkehrbaren Erfahrungen der Kindheit unsere Beziehung zur Welt prägen, wird verhandelt. Die beiden Männer tauschen sich aus über Leerstellen in ihren Leben, die Verluste, das Gefühl, etwas versäumt zu haben. Und auch wenn die Themen vielfältig sind, so wird doch nicht allzu viel gesprochen im Film. Die Kamera bleibt stets bei den beiden Figuren, wenn auch vor der wunderschönen Kulisse der das Aosta-Tal umgebenden Berge.

Ein intimes Porträt ist den beiden Regisseuren hier gelungen, ein Film, der von zwei eher verschlossenen Charakteren erzählt, die sich aber gegenseitig bereichern. In den Bergen unterwegs sein, konfrontiert einen mit sich selbst. Essentielles kommt zum Vorschein und am Ende atmet es sich besser.

„ Acht Berge“ erhielt auf den Filmfestspielen in Cannes den großen Preis der Jury.

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