Nomadland

USA 2020
Regie: Chloé Zhao 
nach dem Sachbuch von Jessica Bruder 
DarstellerInnen: Frances Mc Dormand, David Strathairn, Gay DeForest, ... 
Laufzeit: 110min.
FSK ab 6

Viele Jahre lang hat die 60-jährige Fern mit ihrem Mann in einer kleinen Stadt in Nevada gelebt. Vor ein paar Monaten ist er gestorben und nun hat auch noch das Gipswerk, in dem sie arbeitete, schließen müssen. Fern muss überlegen, wie es für sie weitergeht und entschließt sich zum Nomaden-Dasein. Sie packt ihren Transporter voll und macht sich auf den Weg. Von nun an wird sie keine feste Bleibe mehr haben, ihr Leben wird karg sein und manchmal unbequem. Auf der anderen Seite aber ist es ein Leben ohne Zwänge der Gesellschaft.

Für ihren Lebensunterhalt arbeitet Fern malals Packerin bei Amazon, mal als Putzkraft in Toiletten oder auch als Aushilfe auf den Campingplätzen eines Nationalparks. Sie empfindet sich nicht als „homeless“, sondern eher als „houseless“. Und als erniedrigend oder misslich empfindet sie ihren Zustand keineswegs. Viele andere umherziehende „nomads“ trifft sie auf ihrem Weg durch den Westen der USA, nette, weniger nette, interessante und weniger interessante. Aber eines ist ihnen allen gemein: Sie bevorzugen das Leben auf der Straße mit seiner ganz spezifischen Freiheit...

Der Film basiert auf dem 2017 erschienenen Sachbuch “Nomadland: Surviving America in the Twenty-First Century“ (dt: „“Nomadender Arbeit“) von Jessica Bruder, in dem sie über den Lebensstil reisender Saison- und Gelegenheitsarbeiter in den USA berichtet. Regisseurin Chloé Zhao begleitet Fern auf ihrem Weg und beobachtet in ihrem typischen semidokumentarischen Stil deren Leben. So atemberaubend schön die Landschaften auch sein mögen, sie verklärt sie nicht, und so harsch die Lebensumstände der Nomaden zeitweise auch sind, sie werden nicht dramatisiert, auch wenn der gelegentlich aufkeimende Wunsch nach Sesshaftigkeit mitunter deutlich wird. Voller Empathie für ihre Figuren beschreibt die Regisseurin die Ambivalenz eines Lebens unterwegs, die Schwierigkeit, Freundschaften oder gar Beziehungen zuknüpfen und aufrecht zu erhalten.

Während die wieder einmal hervorragend agierende Hauptdarstellerin Frances McDormand („Three Billboard Outside Ebbing, Missouri“) die Hauptfigur Fern verkörpert, spielen die meisten anderen modernen Nomaden sich selbst. Der Film wurde bereits in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet und gilt als Favorit auf den Oscar.

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