Promising Young Woman

 

USA/ Großbritannien 2020
Regie: Emerald Fennell
DarstellerInnen: Carey Mulligan, Laverne Cox, Bo Burnham, Alison Brie, ...
Laufzeit: 114 min.
FSK ab 16

Eigentlich wollte Cassie Ärztin werden. Doch jetzt ist sie 30, lebt immer noch bei ihren Eltern und arbeitet in einem Coffee Shop. Was sie seinerzeit aus der Bahn warf, war die Vergewaltigung und der darauffolgende Selbstmord ihrer Freundin Nina. Seitdem ist Cassie träge und desillusioniert vom Leben. Tagsüber. Denn nachts taucht sie mehrmals die Woche in eine regelrechte Parallelwelt ab. Da spielt sie in irgendwelchen Bars die Betrunkene, lässt sich von um sie „besorgten“ Männern nach Hause bringen, um sich dann in plötzlich äußerst nüchternem Zustand an ihnen
zu rächen für das, was ihrer Freundin passiert ist und was ihren eigenen Lebenslauf ziemlich negativ beeinflusst hat. Kalt ergänzt sie danach ihre Tagebuch-Strichliste. Eines Tages taucht ihr ehemaliger Kommilitone Ryan wieder in ihrem Leben auf...

Höchst desillusioniert und ambivalent – diese Cassie, die sich hin und wieder auch Cassandra nennt. Fast komisch und abgedreht ist mintunter die Art und Weise, wie sie die Männer in ihrer Wohnung auflaufen lässt. Da gibt es die Momente, die fast schon ins Absurde gehen, auch Momente, die den Blick auf die Hässlichkeit dieser Welt offenbaren; an anderer Stelle aber auch die Mo- mente echter Emotion, die die Hoffnung transportieren, dass es für Cassie vielleicht doch noch ein gutes Ende geben könnte. Immer wieder springt der Ton der Handlung zwischen Dramatik und Humor, schlägt Haken und Wendungen.

Regisseurin Emerald Fennell geht bewusst über Grenzen und nicht selten reibt man sich beim Zusehen ob der radikalen, unvermittelt auftretenden Wechsel in Sachen Stimmung die Augen. Melancholie und Tragik liegen hier manchmal nur Sekunden von beißendem Witz, Hohn oder einer unnachgiebigen Boshaftigkeit entfernt.

Ein visueller Genuss sind die bonbonfarbene Optik, ein akustischer Genuss der poppig-eingängige Soundtrack. Das alles ergänzt sich wunderbar und passt zur expressiven, exzentrischen Gesamtwirkung.

Der Film erhielt Oscarnominierungen in den Kategorien Beste Hauptdarstellerin, Bester Film, Beste Regie, Bester Schnitt und erhielt schließlich den Oscar für das Beste Drehbuch.

 

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  • 25.09.
  • 26.09.
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