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Oh Boy

Drama
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boy
Datum: 30.06.2020 20:30

Deutschland 2012
Regie: Jan Ole Gerster
DarstellerInnen: Tom Schilling, Friederike Kempter, Marc Hosemann, Justus von Dohnányi, Michael Gwisdek, Ulrich Noethen u.a.
Laufzeit: 88 min.
FSK ab 12
Trailer:

In der modernen Literatur gibt es eine Gestalt, die dem jungen Mann dieses Films vor langer Zeit vorausgegangen zu sein scheint. Es ist Holden Caulfield in D. Salingers Großstadtroman „Der Fänger im Roggen“ von 1951. Wie dieser durch New York, so kraucht Nico in „Oh Boy“ durch Berlin, ist ohne Ziel, doch dauernd auf der Suche. Und wie Holden macht Niko als Außenseiter und Einzelgänger eine Menge Fehler, erlebt ein wenig Glück, viel Leid und ist am Ende der Geschichte nicht viel schlauer als am Anfang.

Der Zuschauer begleitet ihn durch die Stadt, hört den Geschichten zu, die ihm erzählt werden, sieht die Dinge aus seinen Augen und erlebt jeden Augenblick mit. Wie Perlen an einer durch die Hauptgestalt verbundenen Kette reiht Jungregisseur Jan Ole Gerster die Großstadtszenen aneinan- der. Die teilweise absurden Episoden fügen sich zu einem Stimmungsbild, das ein glaubwürdiges und atmosphärisch stimmiges Lebensgefühl vermittelt. In einer Mischung aus Melancholie und trockenem Humor wird hier von 24 Stunden im Leben eines Berliner Traumtänzers erzählt, 24 Stunden, in denen eigentlich fast alles irgendwie schief läuft, der Protagonist aber trotz allem seiner Linie treu bleibt. 

Dass der Regisseur diesen Prozess ernsthaft und sehr warmherzig begleitet, macht seinen Film so authentisch. Daran haben auch die wunderbaren Schauspieler ihren Anteil. Es scheint, als habe sich Tom Schillings bisherige Karriere auf diese Rolle hin zugespitzt, als habe sie förmlich auf ihn gewartet. Die Kamera bleibt denn auch 88 Minuten dicht dran an ihm, hängt mit ihm rum, lebt mit ihm mit.
Gerster findet bei seinem Debütfilm immer den richtigen Ton und seine Entscheidungen für ein leicht stilisiertes Schwarzweiß sowie einen etwas altmodisch swingenden Jazz zeugen für ein gutes Gespür für die Wirkung von Bild und Ton.
Das alles hat etwas, das unweigerlich an Woody Allen erinnert.

 

 

Alle Daten


  • 30.06.2020 20:30

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