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Persischstunden

Drama
persisch
Datum: 27.09.2020 20:30

Deutschland/ Weißrussland 2020
Regie: Vadim Perelman
nach einer Novelle von Wolfgang Kohlhaase DarstellerInnen: Lars Eidinger, Nahuel Pérez Biscayart, Jonas Nay, Leonie Benesch, ...
Laufzeit: 127 min.
FSK ab 12
Trailer:

1942. Im von Deutschland besetzten Frankreich wird der Belgier Gilles zusammen mit anderen Juden von der SS verhaftet und in ein Übergangslager nach Deutschland deportiert. Er entgeht nur knapp der Exekution, weil er vorgibt, nicht Jude, sondern Perser zu sein. Ein persisches Buch, das er besitzt, hat ihn auf diese lebensrettende Idee gebracht. Hauptsturmführer Klaus Koch, zuständig für die Lagerküche, erfährt davon und stellt Gilles als seinen persönlichen Sprachlehrer ein, um Farsi zu lernen. Nach dem Krieg will er nämlich in Persien ein Restaurant eröffnen und bis dahin soll sein Wortschatz 2000 Begriffe umfassen. Da kommt ihm ein „native speaker“ gerade recht. Dieser spricht in Wirklichkeit natürlich kein Wort Persisch. Und so kann ihm bei seinem irrsinnigen Auftrag nur helfen, dass er in der Schreibstube für die Erfassung der Namen aller neu eintreffenden Gefangengen zuständig ist. Anhand derer erfindet er eine Sprache, die es nicht gibt. Ein Wagnis,
das ihn beim kleinsten Fehler das Leben kosten würde. Die Bedrohung für Gilles erhöht sich durch die Missgunst und den Hass diensteifriger und ideologisch eingestellter Soldaten und Lagermitarbeiter...

Seine hohe Spannung zieht die Geschichte daraus, dass der lebensrettende Schwindel jederzeit aufzufliegen droht. Auch wenn der Alltag des Vernichtungshorrors nicht im visuellen Mittelpunkt steht, ist die Bedrohung in jedem Moment spürbar und beklemmend. Denn Lagerkommandant Klaus Koch kann zwar durchaus charmant sein, wenn es um seinen eigenen Vorteil geht und steht den Gräueltaten des Regimes eher distanziert gegenüber, hat aber dennoch unberechenbare und gefährliche Charakterzüge, sollte man ihm „krumm“ kommen.

Stark ist die schauspielerische Leistung des deutschen Lars Eidinger und des Argentiniers Nahuel Pérez Biscayart, die die zwei ungleichen Figuren in diesem besonderen Abhängigkeitsverhältnis bravourös darstellen. Ein hochspannendes, wendungsreiches Drama, das der ukrainisch-US- amerikanische Regisseur Vadim Perelman, selbst Jude, nach der Novelle von Wolfgang Kohlhaase aus dem Jahr 2005 für die Leinwand adaptiert hat.

 

 

Alle Daten


  • 24.09.2020 20:30
  • 25.09.2020 20:30
  • 26.09.2020 20:30
  • 27.09.2020 20:30
  • 28.09.2020 20:30
  • 29.09.2020 20:30
  • 30.09.2020 20:30
  • 01.10.2020 18:00
  • 02.10.2020 18:00
  • 03.10.2020 18:00
  • 04.10.2020 18:00
  • 06.10.2020 15:00
  • 07.10.2020 15:00

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