Dokumentarfilm | Deutschland, Schweden 2025
Regie: Wilfried Hauke
Besetzung: Sofia Pekkari, Tom Sommerlatte …
Laufzeit: 98 Min. | FSK: ab 12
Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter, Madita, die Brüder Löwenherz, Karlsson vom Dach …
Astrid Lindgrens (1907–2002) heitere Geschichten sind weltberühmt, ihre eigene hingegen kennen nur wenige. 2015 findet die Enkelin der schwedischen Schriftstellerin in ihrem Schlafzimmer einen Korb mit alten Tagebüchern.
Die Einträge von 1939 bis 1945 geben tiefe Einblicke in die Schrecken des Zweiten Weltkriegs aus Sicht einer frühen Feministin und Mutter, die für Frieden und Gleichberechtigung eintritt.
„Man ist tief berührt, weil man die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs so nah miterlebt – durch Astrids Augen“, so Tochter Karin.
Bei ihrer Arbeit als Postzensorin bekommt Lindgren früher als die meisten von der Judenverfolgung mit:
„Die Menschheit hat komplett den Verstand verloren“, schreibt sie betroffen.
Ihren Alltag muss sie irgendwie von diesen Abgründen trennen, welche sie bei der Arbeit erfährt. So entstehen zwei geschriebene Wirklichkeiten: die Kindergeschichten auf der einen – und die Tagebücher auf der anderen Seite.
„Vielleicht hatte sie das Gefühl, dass Pippi Langstrumpf gebraucht wurde, als Gegengewicht zu Hitler und Stalin.“
In einer Montage aus dokumentarischen und szenischen Bildern erzählt der Film aus der Perspektive von Astrid Lindgren (Sofia Pekkari) und durch die Augen ihrer Tochter Karin, Enkelin Annika und Großenkel Johan. Gemeinsam lesen und reflektieren die Nachkommen über die Ereignisse der Kriegsjahre. Sie beleuchten dabei auch Lindgrens persönliche Herausforderungen und die schmerzhaften Aspekte in ihrem Leben.
Astrid Lindgrens Beobachtungen haben im Laufe der Jahre nichts von ihrer Schärfe verloren.








