Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Wohlfühlkomödie | Deutschland 2025
Regie: Wolfgang Becker („Good Bye, Lenin!“)
Besetzung: Charly Hübner, Leo Ullrich, Daniel Brühl, Jürgen Vogel, Leonie Benesch, Christiane Paul u. a.
Laufzeit: 112 Min. | FSK: ab 6

In einer überschuldeten Berliner Videothek begegnen sich der Besitzer Micha (Charly Hübner) und der FAKT-Reporter Alexander Landmann (Leo Ullrich).

„Wat suchense denn? Komödie, Drama, Erwachsenenunterhaltung?“, fragt Micha den Reporter.
„Um ehrlich zu sein, suche ich Sie! Es geht um die Nacht vom 22. Juni 1984 …“

Ein Zug, der „einfach so“ vom Bahnhof Friedrichstraße in den Westen gefahren ist. Und Micha, einst Stellwerksmeister, ist der Held, der das möglich gemacht hat – zumindest glaubt das der Reporter. Aber war er das wirklich? Für Micha ist das zunächst egal, denn die Gage ist verlockend. Und wer wird sich schon für diese Geschichte interessieren?

Doch die Story funktioniert. Die Legende vom „Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ wird immer größer, während Micha sein wackeliges Kartenhaus aus Lügen weiter aufbaut. Er absolviert Talkshowauftritte, prangt auf Omnibusplakaten und wird schließlich sogar vom Bundespräsidenten ins Schloss Bellevue eingeladen. Wie lange kann das noch gutgehen?

Fast genau ein Jahr nach seinem Tod kommt der letzte Film des „Good Bye, Lenin!“-Regisseurs Wolfgang Becker ins Kino. In seinem Abschiedswerk bündelt er noch einmal seine Zeitgeistkritik: Er teilt aus gegen Presse und Fernsehen, gegen Streamingkultur, Social Media und Verdummung, gegen Geschichtsverdrehung und Personenkult.

Zugleich durchweht eine spürbare Nostalgie den Film. In filmischen Zitaten, Anspielungen und natürlich im Schauplatz Videothek wird sie greifbar. „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ ist ein würdiger Abschluss für Wolfgang Becker – humorvoll und zugleich berührend, weil sich mit ihm auch ein Kapitel deutscher Filmgeschichte schließt.

Ein besonders amüsanter Moment ist Beckers eigener Kurzauftritt als ausgedienter Stasi-Spitzel, der versucht, den frisch Verliebten von den Lippen zu lesen:
„Kannst du ablesen, was die sagen?“ –
„Ich bin etwas aus der Übung. Was werden die schon sagen? Typischer Wiedervereinigungsdialog.“ –
„Happy End oder was?“ –
„Anscheinend …!“

Eine unterhaltsame Wohlfühlkomödie mit hochkarätiger Besetzung bis in die Nebenrollen.

Spielzeiten

Aktuell keine Vorstellungen oder die Vorstellung ist ausverkauft.

Filmhighlights diesen Monat

Verflucht Normal

„Ich glaube, dass Tourette nicht das Problem ist, sondern, dass die Menschen nichts darüber wissen – klär sie auf!“ Nach einer wahren Geschichte: Protagonist John Davidson wächst in den 70er Jahren...

Glennkill: Ein Schafskrimi

Was passiert, wenn Schafe einen Mordfall aufklären wollen? Basierend auf dem deutschen Bestseller erzählt „Glenkill“ diese herrlich schräge Geschichte als humorvollen Wohlfühlfilm für die ganze...

Der Teufel trägt Prada 2

Die reichste Frau der Welt wäre Miranda Priestly (Meryl Streep) wohl nur zu gerne, dann könnte sie ihr strauchelndes Magazin „Runway“ aus der Krise befreien. Die Zeiten des rollenden Rubels sind...

Demnächst auf unserer Bühne

Kabarett mit Florian Schroeder und seinem Programm „Endlich Glücklich“

Sudhaus Tübingen

So. 25.10.2026 - 19.00 Uhr

Vereinigtes Lachwerk Süd: Ernst Mantel und Werner Koczwara - The Dark Side of the Huhn

Kino im Waldhorn

Do. 26.11.2026 - 20:00

Bernd Kohlhepp - Der Tannenbaum brennt

Kino im Waldhorn

Mi, 09.12.2026 - 20:00