Drama, Komödie | Deutschland 2026
Regie: Welf Reinhart
Besetzung: Dagmar Manzel, August Zirner, Harald Krassnitzer, ...
Laufzeit: 106 min | FSK ab 12

Es klingelt an der Tür, und mit einem Mal steht die Vergangenheit mitten im Raum. Als die Kunstlehrerin Hanne öffnet, blickt sie in das Gesicht ihres Ex-Mannes Kurt.

Jahrzehnte nach der Scheidung steht er plötzlich wieder vor ihr, betritt die Wohnung und geht davon aus, dass ihre Ehe nie geendet hat. Der Grund ist ebenso einfach wie tragisch: Kurt leidet an Alzheimer, sein Gedächtnis hat die Trennung gelöscht, nicht aber seine Gefühle.

Als Hanne und ihr Ehemann Bernd ihn vorübergehend aufnehmen, bringt Kurts Anwesenheit zunächst eine unerwartete Lebendigkeit in ihren Alltag. Doch aus der spontanen Hilfsbereitschaft wird schnell eine dauerhafte Herausforderung.

Weder Kurts überforderte Tochter Samira noch eine Pflegeeinrichtung können ihn aufnehmen.

So entsteht eine ungewöhnliche Wohngemeinschaft, die bald mehr ist als ein bloßes Provisorium.

Mit Kurt kommt jemand ins Haus, der aktiv am Leben teilnimmt, der mit anpackt und in die Natur geht. Unbeirrbar folgt er seinem Gefühl und sucht die Nähe zu „seiner“ Frau Hanne.

Hanne wiederum wird mit alter Vertrautheit und schmerzhaften Erinnerungen an ihre vorherige Ehe konfrontiert und muss Kurt seine Grenzen klar aufzeigen.

Bernd geht zwar überraschend verständlich mit der Situation um, behält sich aber ein Vetorecht vor, falls es für ihn nicht mehr funktioniert.

Trotz der vermeintlich schwierigen Lage entstehen Momente von gemeinsamem Glück, wenn die drei zusammen im Bus sitzen oder Zeit am Strand verbringen. Wie lange kann das Trio so weitermachen?

Regisseur Welf Reinhart formt ein vielschichtiges Demenzdrama, das sich konsequent gängigen Klischees entzieht. Statt übersteigerter Rührseligkeit setzt die Geschichte auf präzise Beobachtungen und trockenen Humor.

Komische und schmerzhafte Momente liegen dabei oft dicht beieinander.

„Der verlorene Mann“ ist damit mehr als ein klassisches Demenzdrama und erzählt einfühlsam von der Hoffnung, dass selbst im Vergessen etwas Bestand haben kann.

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Wir freuen uns, am 14.10. den Oberarzt und Sektionsleiter für Demenzforschung Herrn Prof. Dr. Christoph Laske von der Universitätsklinik Tübingen zum Filmgespräch begrüßen zu dürfen.

Gefördert durch die Landesverbände der Pflegekassen Baden-Württemberg und den Verband der Privaten Krankenversicherung.

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Spielzeiten

Wed

14

October

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