Drama, Thriller | Iran, Frankreich 2025
Regie: Jafar Panahi
Besetzung: Vahid Mobasseri, Mariam Afshari, Ebrahim Azizi
Laufzeit: 103 Min. | FSK: ab 12
Iran. Auf dem Heimweg mit seiner Frau und seiner Tochter überfährt Eghbal (Ebrahim Azizi) einen Hund. Der scheinbar einfache Unfall beschädigt den Wagen so stark, dass sie später in einer Werkstatt landen. Dort arbeitet der ehemalige politische Gefangene Vahid (Vahid Mobasseri).
Er meint, in Eghbal den Mann zu erkennen, der ihn im Gefängnis gefoltert hat. Vermeintlich sicher ist er sich jedoch nur wegen dessen Stimme und dem auffälligen Quietschen seiner Beinprothese – denn während der Folter wurden ihm immer die Augen verbunden.
Getrieben von dem Wunsch nach Rache folgt Vahid Eghbal bis nach Hause und entführt ihn, um ihn in der Wüste lebendig zu begraben. Eghbal bestreitet die Vorwürfe und fleht um sein Leben. Schließlich nagen Zweifel an Vahid, und er zieht weitere ehemalige Gefangene hinzu. Menschen, die wie er zwischen dem Bedürfnis nach Gerechtigkeit und der Angst, den falschen Mann zu bestrafen, hin- und hergerissen sind …
Der iranische Regisseur Jafar Panahi stand 14 Jahre lang unter Hausarrest und Arbeitsverbot, drehte jedoch weiterhin heimlich Filme, die weltweit ausgezeichnet wurden. Erst vor zwei Jahren wurde er erneut im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran festgehalten, wo er mit verbundenen Augen tagelangen Verhören ausgesetzt war.
Seit 2023 darf Panahi wieder reisen, arbeitet jedoch weiterhin ohne Genehmigung und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Die Geschichte von „Ein einfacher Unfall“ ist geprägt von der Erfahrung jahrelanger Repression – kein Wunder, dass es weniger subtil zugeht als in Panahis bisherigen Werken.
Ein einfacher Unfall wurde 2025 in Venedig mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.








