Drama | Deutschland, Österreich 2026
Regie: Markus Schleinzer
Besetzung: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Augustino Renken, …
Laufzeit: 94 min | FSK 12

Europa in der Zeit kurz nach dem Grauen des Dreißigjährigen Kriegs (1618 - 1648).

In einem abgelegenen protestantischen Dorf taucht die fremde und entstellte Frau Rose (Sandra Hüller) auf, die sich als Soldat ausgibt. Mit dem tief ins Gesicht gezogenen Hut und der männlichen Kleidung verbirgt sie ihr Geschlecht.

Denn Rose weiß: „Die Freiheit liegt in der Hose“.

Sie beziehungsweise er behauptet, der rechtmäßige Erbe eines verlassenen Gutshofs zu sein, was eine Urkunde auch belegt. Die Dorfgemeinschaft begegnet dem rätselhaften Fremden zuerst mit Misstrauen, lässt ihn jedoch in ihrer Mitte ankommen.

Mühsam bringt Rose den Hof wieder in Ordnung, unterstützt von einigen Knechten und Mägden, denen sie sich vor allem nachts konsequent fernhält. Als sie sich bei einem Bärenangriff mutig behauptet, steigt ihr Ansehen im Dorf spürbar, und sie beginnt, sich ihrer Stellung zunehmend sicher zu fühlen.

Auf einem benachbarten Grundstück befindet sich ein Bach, dessen Wasser sie für ihre Pläne dringend benötigt.

Der Besitzer ist jedoch nur bereit, das Land unter einer Bedingung abzugeben: Rose soll seine älteste Tochter Suzanna (Caro Braun) heiraten. Gegen ihr besseres Wissen lässt sie sich auf diesen Handel ein und setzt damit eine Entwicklung in Gang, die sich kaum noch aufhalten lässt.

Was passiert, wenn sie ihr Geheimnis nicht bewahren kann? ...

Regisseur Schleinzer erzählt diese im Harz gedrehte Geschichte über Machtverhältnisse zwischen Tragik und Komik in erlesenen Schwarzweißbildern so konsequent, dass man sich dem Sog des Films kaum entziehen kann.

Ein Drama über Identität, Macht und soziale Ordnung, das nicht auf Sexualität oder Gender-Selbstbestimmung zielt, sondern auf eine Freiheit, die Rose ohne ihre Lüge verwehrt bleibt.

Sandra Hüller brilliert in ihrer Rolle als Mann, nicht als Karikatur, sondern als Spiegel der Männer um sie herum, die über das Leben von Frauen bestimmen. Für ihre Rolle wurde sie mit dem Silbernen Bären der Berlinale ausgezeichnet.

Getragen von einer leicht süffisanten Erzählstimme, die an eine Fabel erinnert, verdichten sich die Bilder zunehmend zu einer klaustrophobischen Enge, in der sich die Lage für Rose immer weiter zuspitzt.

Spielzeiten

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