Sep Ruf – Architekt der Moderne

Eine Kooperation mit der Architektenkammer
Baden-Württemberg / Kammergruppe Tübingen

Dokumentarfilm | Deutschland 2025
Regie: Johann Betz
Laufzeit: 96 Min. | FSK: ab 0

Raumhohe Fenster, vorstehende Flachdächer, offene Glasflächen und lichtdurchflutete Räume: einzigartige Gebäude, die ihre Umgebung in die Architektur miteinbeziehen. Diese Markenzeichen stehen für einen außergewöhnlichen Architekten.

Über 300 Bauwerke in rund fünf Jahrzehnten hat Franz Joseph „Sep“ Ruf geschaffen. Der 1982 verstorbene Architekt hinterlässt ein riesiges Lebenswerk mit architekturgeschichtlichen Meilensteinen. Zu seinen bekanntesten Gebäuden zählen der Kanzlerbungalow in Bonn – in dem vier Bundeskanzler von Ludwig Erhard bis Helmut Kohl wohnten –, die Maxburg in München sowie der deutsche Pavillon zur Weltausstellung 1958 in Brüssel.

Regisseur, Autor und Produzent Johann Betz widmet sich in dieser biografischen Chronik dem Leben und Arbeiten des einzigartigen Architekten und lässt die zentralen Stationen seiner Karriere Revue passieren. Dabei zeigt er auch, wie sich Ruf Stück für Stück vom Einfluss seines Lehrers German Bestelmeyer löste und eine eigene, moderne Handschrift entwickelte.

Während der architektonische Visionär insbesondere in München und Bayern von konservativen Kräften immer wieder angefeindet oder gar diffamiert wurde, erfuhr er auf internationaler Ebene große Anerkennung und viel Lob.

Betz, der an der Hochschule München auch Architekturfilm lehrt, verbindet häufig historische Schwarzweißfotos und -filmaufnahmen mit farbigen Bildern aus der Gegenwart zu eleganten Split-Screen-Kompositionen, deren Kacheln sich gelegentlich verschieben.

Ergänzt werden die Bilddokumente durch Statements von Wegbegleitern und Familienmitgliedern, Architektinnen und Bewohnerinnen, Journalist*innen, Kirchenvertretern sowie weiteren Fachleuten.

Spielzeiten

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