The History of Sound

Drama, Romanze | USA, Großbritannien 2025
Regie: Oliver Hermanus
Besetzung: Paul Mescal, Josh O‘Connor, Molly Price, Chris Cooper, Hadley Robinson, ...
Laufzeit: 129 min | FSK ab 6

1917 verlässt Lionel (Paul Mescal, „Hamnet“) seine Heimat im ländlichen Kentucky, nachdem er aufgrund seines außergewöhnlichen Gehörs ein Stipendium für das Konservatorium in Boston erhalten hat.

Er nimmt Klänge auf besondere Weise wahr – fast körperlich, als Farben, Formen und Erinnerungen. Dort begegnet er dem charismatischen Komponisten David (Josh O’Connor, „The Crown“).

Über ihre gemeinsame, tief empfundene Liebe zu traditioneller Folk-Musik kommen sich die beiden näher, doch dann wird David als Soldat eingezogen.

Nach Kriegsende erreicht Lionel ein Brief von David. Er lädt Lionel ein, ihn auf eine Forschungsreise zu begleiten.

Im Winter 1920 reisen sie durch das verschneite Maine, um mit einem tragbaren Phonographen traditionelle Volkslieder festzuhalten. Die Lieder wirken dabei wie lebendige, gesungene Geschichten über Liebe, Gewalt und Verlust.

Während der winterlichen Wanderung kommen sich die beiden wieder näher. Die Abgeschiedenheit der Wälder ermöglicht ihnen eine Nähe, die im Alltag kaum möglich wäre. Doch Davids innere Konflikte und unterschiedliche Vorstellungen von ihrem weiteren Leben führen dazu, dass der Höhepunkt ihrer Geschichte von dem Bewusstsein getragen wird, dass die gemeinsame Zeit begrenzt ist.

In den Jahren danach führt Lionels Weg ihn nach Europa, wo er als Musiker Erfolg hat, Beziehungen eingeht und ein erfülltes Leben zu führen scheint. Doch die Erinnerung an David bleibt als Nachhall, der ihn ein Leben lang begleitet.

Regisseur Hermanus erzählt sehr zurückhaltend und setzt auf Blicke, kleine Gesten und Klang. Dazu passen die ruhigen Bildkompositionen und gedämpften Farben von Kameramann Alexander Dynan, durch welche die Landschaften und Innenräume wie Erinnerungsräume wirken und der Film eine nachdenkliche Atmosphäre erhält.

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