Märzengrund

Deutschland/ Österreich 2021
Regie: Adrian Goinger
nach dem Theaterstück von Felix Mitterer
Besetzung: Jakob Mader, Johannes Krisch, …

Laufzeit: 110 min.
FSK ab 12

1968 im Tiroler Zillertal. Vor dem 18-jährigen Elias läge eine gesicherte Zukunft. Als einziger Sohn eines wohlhabenden Großbauern soll er den Hof erben. Aber der in sich gekehrte junge Man fühlt sich fremd in dieser hemdsärmeligen Welt. Das einengende Leben auf dem elterlichen Gut raubt ihm die Luft zum Atmen. Als er sich in Moid, eine geschiedene und damit aus der Gesellschaft gefallene Frau, verliebt, findet er eine Seelenverwandte. Doch seine Eltern wissen die Liebe brüsk zu unterbinden. Diese Verbindung gehöre sich nicht. Elias wird krank, der Arzt diagnostiziert „Schwermut“. Der Vater schickt ihn zur Auszeit auf die Hochalm „Märzengrund“. Als ihn seine Eltern Ende des Sommers dort wieder abholen wollen, weigert sich Elias mitzukommen und zieht noch weiter in die Berge hinauf. Dort hofft er das zu finden, wonach er sich sehnt: bedingungslose Freiheit…

Der Film stellt einige brennende Fragen unserer Zeit: In welcher Welt wollen wir leben, wie frei kann man als Individuum innerhalb der Gesellschaft sein, nach welchen Werten sollen wir uns ausrichten und in welchem Verhältnis stehen individuelle Freiheit und gesellschaftliche Anpassung zueinander?
Auf verschiedenen Zeitebenen – des jungen 18-jährigen Elias und des alten Elias von heute – erzählt Regisseur Adrian Goinger diese Geschichte nach dem Theaterstück von Felix Mitterer. Eine Geschichte von einem Freiheitsdrang, der keine Episode der Jugend ist, sondern im Alter ungebrochen besteht. Für seine großen Themen findet der Regisseur eindrückliche Bilder, die auf der Wortebene mit sorgsam reduziertem Voice-Over und Dialogen begleitet werden. Immer wieder verlässt der Film eine rein rationale Erzählweise. Dabei beweist Goinger durchaus Mut beim Bruch mit konventionellen Erzählweisen. Darüber hinaus zeichnet er ein direktes, unverfälschtes Bild vom harten Landleben, dem bäuerlichen Alltag und seinen Verpflichtungen. Auch die Wahl seiner charismatischen, unverbrauchten DarstellerInnen, allen voran Johannes Krisch als Elias, beweist sein ausgezeichnetes Gespür für die richtige Besetzung.

AKTUELLE VORFÜHRUNGEN

  • 01.10.
  • 02.10.
9

Die Waldhorn-Card

Sie kommen regelmäßig ins Waldhorn? Mit unserer Waldhorn-Card sparen Sie für zwölf Monate pro Besuch 1,50 € und sie kostet nur 6 €. Sprechen Sie uns gerne an der Kasse darauf an.

Image

Newsletter

Kontakt

Kino im Waldhorn
Königstraße 12

72108 Rottenburg

Tel.: +49 7472 22 888
E-Mail: post@kinowaldhorn.de

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.