Bon Voyage - Bis hierher und noch weiter

Komödie | Frankreich 2025
Regie: Enya Baroux
Besetzung: Hélène Vincent, Pierre Lottin, David Ayala, Juliette Gasquet u. a.
Laufzeit: 97 Min. | FSK: ab 12

Frankreich.
Marie (Hélène Vincent) hat ihren festen Tagesrhythmus. Umgeben von Erinnerungen lebt sie allein in ihrem seniorengerecht gestalteten Haus mit Treppenlift und Notrufsystem. Doch sie ist schwer krank: Der Krebs ist zurückgekehrt und hat sich ausgebreitet. Marie hat genug vom Leiden und möchte selbst entscheiden, wie ihr Leben endet.

Der Termin in der Schweiz, wo Sterbehilfe erlaubt ist, steht bereits fest – schon in der kommenden Woche soll ihr Leben enden. Doch bevor Marie abreist, gibt es zwei Probleme: Sie benötigt die Unterschrift eines Angehörigen unter dem Sterbehilfe-Dokument und jemanden, der sie in die Schweiz fährt.

Da kommt ihr der einfühlsame Pfleger Rudy „Bon Voyage – Bis hierher und noch weiter“ (Pierre Lottin) sehr gelegen. Um ihre Familie zu einer letzten gemeinsamen Reise zu bewegen, erfindet Marie eine Notlüge: Sie erzählt ihrem pleitegegangenen Sohn Bruno (David Ayala) und ihrer Enkelin Anna (Juliette Gasquet) von einem angeblichen Erbe in der Schweiz.

Gemeinsam machen sie sich mit Rudy in Maries altem Wohnmobil auf den Weg. Die Fahrt ist geprägt von unerwarteten Momenten und familiären Spannungen, während Marie vor einer schwierigen Entscheidung steht: Wird sie den Mut finden, die wahre Bedeutung der Reise zu offenbaren? Und wie wird ihre Familie reagieren, wenn die bittere Wahrheit ans Licht kommt?

Es erfordert großen Mut und Feingefühl, ein so ernstes Thema wie den krankheitsbedingten Freitod als wahrhaft vergnügliche Komödie zu inszenieren. Enya Baroux gelingt dies mit Leichtigkeit – unterstützt von einem originellen Drehbuch und einer herausragenden Hauptdarstellerin.

Wie bereits in „Wenn der Herbst naht“ beweist Hélène Vincent eindrucksvoll, dass man auch mit 82 Jahren noch einmal richtig Karriere machen kann.

Wir freuen uns, dass Karen Klotz und Pia Madeleine Haug am 16. Januar in einem Filmgespräch Einblicke zum Thema Sterbehilfe in Deutschland geben werden. Beide arbeiten an ihren Promotionen im Themenbereich Suizidassistenz.

Spielzeiten

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