Drama, Kinder-/Jugendfilm | Finnland, UK 2024
Regie:
Charlie McDowell
Besetzung: Glenn Close, Anders Danielsen Lie, Emily Matthews, ...
Laufzeit: 105 min | FSK: ab 12 | Originalsprache: EN

Nach dem Tod ihrer Mutter verbringt die neunjährige Sophia (Emily Matthews) den Sommer mit ihrer Großmutter (Glenn Close) und ihrem Vater in einem Holzhaus auf einer abgelegenen kleinen Schäreninsel im Finnischen Meerbusen.

Aus vielen kurzen Episoden und verschiedenen Perspektiven setzt sich nach und nach ein Bild der Familie zusammen.

Während die Großmutter langsam Abschied vom Leben nimmt und ihre Weisheiten mit warmherzigem Witz an ihre Enkelin weitergibt, möchte Sophia Abenteuer erleben. Dabei muss sie sich ihren Ängsten stellen.

Ihr Vater hingegen stürzt sich aus Trauer um seine Frau in die Arbeit und übersieht dabei, wie sehr seine Tochter ihn gerade braucht.

Als Erfinderin der Mumins wurde die finnlandschwedische Comiczeichnerin, Illustratorin und Malerin Tove Jansson (1914–2001) weltbekannt. Auch als Romanautorin feierte sie Erfolge: „Das Sommerbuch“ (1972) zählt zu ihren bekanntesten Werken und gilt als moderner Klassiker der skandinavischen Literatur.

Der US-amerikanische Regisseur Charlie McDowell hat das Kammerspiel mit der vielfach preisgekrönten Schauspielerin Glenn Close verfilmt. Er setzt dabei ganz auf ruhige, atmosphärische Bilder.

„Das Sommerbuch“ erzählt eine universelle Geschichte von Trauer und der Endlichkeit des Lebens, aber auch von familiärer Nähe und dem Aufeinanderzugehen nach einem Schicksalsschlag.

Kinder können sich mit der neunjährigen Protagonistin identifizieren, während Erwachsene in der Geschichte Themen wie Trauerbewältigung, Verlust und familiären Zusammenhalt wiederfinden.

McDowell findet in seiner Verfilmung den passenden Ton, in dem vieles zwischen den Zeilen mitschwingt.

„Das Sommerbuch“ berührt durch seine sanfte Erzählweise ohne Kitsch und große Worte.

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