Komödie, Drama, Satire | Frankreich, Belgien 2025
Regie: Thierry Klifa
Besetzung: Isabelle Huppert, Marina Foïs, Laurent Lafitte, ...
Laufzeit: 123 min | FSK: ab 12 | Originalsprache: FR
Eine dramatische Komödie in der High-Society Frankreichs, angelehnt an die wahre Geschichte von L‘Oréal-Erbin Lilian Bettencourt (1922–2017) und ihrem Dandy.
„Sie sind die reichste Frau der Welt. Wo hört die Macht des Geldes auf?“
„Da, wo die Lebensfreude beginnt“, antwortet Marianne.
Genau diese Lebensfreude scheint die Milliardärin jedoch zu vermissen – jedenfalls bis sie bei einem Fotoshooting Pierre-Alain kennenlernt. Er ist Fotograf, Schriftsteller und ein klassischer „Dandy“ – ein exzentrischer Mann, der sich übertrieben modisch kleidet, seinem Äußeren extreme Aufmerksamkeit schenkt und eine mehr oder weniger „kultivierte“ Haltung einnimmt.
Die beiden werden schnell unzertrennlich. Aber mal ehrlich: Wie aufrecht ist diese „Beziehung“, wenn es um ein Vermögen geht? Vor allem die Arroganz und Dreistigkeit des narzisstischen Fotografen bringt die Leute zum Reden. Denn: Marianne lässt sich die Gesellschaft von Pierre-Alain einiges kosten, sei es in Form von Immobilien, Kunstwerken oder sonstigen Zuwendungen. Das sorgt für Verunsicherung in der Milliardärsfamilie.
Vor allem Mariannes Tochter hadert mit der plötzlichen Komplizenschaft ihrer Mutter mit diesem jüngeren Mann, der unersättlich nach Geld giert. Doch der Parasit hat sich längst fest im Grundstein eingenistet.
Es beginnt ein Krieg, in dem alle Mittel recht sind. Ein berauschend komisches Drama, das in seinen Abgründen an Shakespeare erinnert. Mit einer brillanten Isabelle Huppert in der Titelrolle ist „Die reichste Frau der Welt“ eine doppelbödige Satire über die Macht des Geldes und den verführerischen Glauben an eine Familie, die ihr widerstehen könnte.


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