Science-Fiction | USA 2026
Regie: Steven Spielberg („E.T. – Der Außerirdische“)
Besetzung: Emily Blunt, Josh O’Connor, Colin Firth, Eve Hewson, Colman Domingo, ...
Laufzeit: 145 (!) min | FSK: ab 12 | Originalsprache: EN
Steven Spielberg kehrt mit „Disclosure Day“ zu einem seiner zentralen Themen zurück – und zugleich zu einem Genre, das sein Werk seit Jahrzehnten begleitet.
Kaum ein Regisseur hat das Kino so geprägt wie Steven Spielberg. Seine Filme verbinden großes erzählerisches Kino mit unmittelbarer Emotionalität – von „E.T. – Der Außerirdische“ über „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ bis „Jurassic Park“ oder „Minority Report“. Immer geht es dabei um den Moment, in dem Gewissheiten ins Wanken geraten und Menschen sich einer veränderten Realität stellen müssen.
In „Disclosure Day“ gerät Daniel Kellner (Josh O’Connor), ein junger Cybersecurity-Experte und Whistleblower, an streng geheime Dateien, die auf jahrzehntelang verborgene Kontakte und Technologien hindeuten.
Parallel dazu beginnt Margaret Fairchild (Emily Blunt), Journalistin und Meteorologin in Kansas City, im Umfeld ihrer Arbeit unerklärliche Phänomene zu erleben – bis sie schließlich selbst in Ereignisse hineingezogen wird, die sich jeder herkömmlichen Erklärung entziehen.
Der Film entfaltet sich weniger als klassisches Mystery-Szenario, sondern als konsequenter Verfolgungsthriller: Im Zentrum stehen Informationen, die bereits in den Händen der Protagonisten liegen – und eine übermächtige Organisation, die mit weitreichenden Ressourcen alles daransetzt, eine Veröffentlichung zu verhindern.
Daniel Kellner und Margaret Fairchild geraten dadurch zunehmend selbst ins Visier und müssen ständig auf der Flucht agieren, während jede Weitergabe von Wissen zur unmittelbaren Gefahr wird.
Im Zentrum steht dabei nicht nur die Frage, wem Informationen gehören und wer über ihre Veröffentlichung entscheidet, sondern auch die Folgen einer Wahrheit, die die Weltordnung für immer verändern könnte.
Spielberg inszeniert den Film in seiner typischen Handschrift: klar erzählt, stark aus den Figuren heraus entwickelt und mit einem sicheren Gespür für Spannung und emotionale Wirkung.
Zusammen mit der Musik von John Williams entsteht so das vertraute Zusammenspiel, das seine Filme seit jeher prägt – „klassisches Kino“ im besten Sinne.







