Drama | UK, USA, Singapur 2025
Regie: Philippa Lowthorpe
Besetzung: Claire Foy (The Crown), Brendan Gleeson, Lindsay Duncan, ...
Laufzeit: 120 min | FSK: ab 12 | Originalsprache: EN
Mit „H wie Habicht“ gelang Helen Macdonald vor rund zehn Jahren ein außergewöhnlicher Bestseller über Trauer, Naturbeobachtung und die Suche nach neuem Halt im Leben. Nun wurde ihre autobiografisch geprägte Geschichte fürs Kino adaptiert.
Helen (Claire Foy) scheint ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Als Geschichtsdozentin in Cambridge hat sie sich einen Namen gemacht. Ihre größte Leidenschaft teilt sie seit der Kindheit mit ihrem Vater (Brendan Gleeson): die Beobachtung von Greifvögeln. Auch als beide längst ihr eigenes Leben führen, ist er der Erste, den sie anruft, wenn sie einen besonderen Vogel entdeckt.
Als ihr Vater unerwartet stirbt, zerbricht diese vertraute Verbindung. Helen verliert den Boden unter den Füßen und sucht einen Weg, mit ihrer Trauer umzugehen. „Ich brauche etwas anderes. Ich will einen Habicht“, beschließt sie – und adoptiert die junge Habichtdame Mabel, die sie in ihrer Wohnung in Cambridge aufzieht und trainiert.
Für ihr Umfeld ist diese Entscheidung schwer nachvollziehbar. Ein Habicht ist kein Haustier, sondern ein wildes, unberechenbares Tier. Doch für Helen wird Mabel bald zu mehr als einer Aufgabe: Sie wird zur Verbindung mit ihrem verstorbenen Vater, zur Flucht vor dem Schmerz und zu einem neuen Mittelpunkt ihres Lebens.
Während Helen versucht, das wilde Tier zu zähmen, verändert Mabel auch sie selbst. Die intensive Bindung zum Habicht wird zunehmend zur Flucht vor der Welt außerhalb ihrer eigenen vier Wände.
Regisseurin Philippa Lowthorpe findet eindrucksvolle Bilder für Helens Innenleben. Englands weite Landschaften, die bedrückende Enge der Universität Cambridge und das Chaos ihres Zuhauses spiegeln ihre Gefühlswelt. Wetter, Wind und Licht werden dabei zu eigenen Erzählern dieser wahren Geschichte. Gedreht wurde mit echten Habichten und weitgehend ohne CGI. So entstehen beeindruckend authentische Bilder, wie man sie sonst eher aus Naturdokumentationen kennt. Aus der literarischen Vorlage wurde ein kraftvolles und sensibles Drama über den Umgang mit Verlust und die schwierige Suche nach neuem Halt.







