Dokumentarfilm | Deutschland, Österreich 2026
Regie: Regina Schilling
Besetzung: Sandra Hüller, ...
Laufzeit: 95 min | FSK: ab 6
Ingeborg Bachmann (1926–1973) zählt zu den wichtigsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit ihren Gedichten, Erzählungen und Romanen wurde sie zu einer prägenden Stimme der Nachkriegsliteratur. Ihr Werk kreist um Themen wie Erinnerung, Sprache, Gewalt und die Suche nach persönlicher Freiheit.
Zum 100. Geburtstag der österreichischen Autorin widmet sich Regisseurin Regina Schilling ihrem Leben und Schaffen. Im Mittelpunkt steht kein klassisches Biopic, sondern eine subjektive filmische Annäherung: Schauspielerin Sandra Hüller fungiert als Vermittlerin zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Sie liest Bachmanns Texte und verkörpert sie, ohne sie nachzuahmen.
Archivaufnahmen, Interviews, improvisierte Spielszenen und Originaltexte verbinden sich zu einer vielschichtigen Collage. Gezeigt werden ihre zentralen Lebensphasen – von der Kindheit während des Zweiten Weltkriegs in Kärnten über den Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu ihren letzten Tagen in Rom.
Geprägt ist dieser Weg von den komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch sowie von dem Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.
Im Zentrum steht dabei Bachmanns Gedankenwelt, ihre künstlerische Radikalität und ihr literarisches Erbe. Entstanden ist ein bewusst offenes und gelungenes Spiel zwischen Dokumentation und Inszenierung.








