Lebensansichten eines Huhns

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Tragikomödie | DE, Griechenland, Ungarn 2025
Regie: György Pálfi
Besetzung: Ioannis Kokiasmenos, Maria Diakopanagioti, Argyris Pantazaras ...
Laufzeit: 96 min | FSK ab 12 | Originalsprache: GR

Seit „Chicken Run“ hat es kaum noch ein Huhn in eine Kinohauptrolle geschafft – und schon gar kein echtes. György Pálfis „Lebensansichten eines Huhns“ macht aus einer unscheinbaren, schwarz gefiederten Henne eine außergewöhnliche Protagonistin, die mit Einfallsreichtum und Beharrlichkeit alle möglichen Gefahrenlagen überlebt. Aus ihrer Perspektive erscheint die Welt der Menschen plötzlich fremd, rätselhaft und ziemlich absurd.

Der Zufall will es, dass das besonders kluge Hühnchen eines Tages einem griechischen Hühnerhof entschlüpft und hinaus in die große, weite Welt zieht. Nach einem Tankstellen-Rendezvous mit einem hungrigen Fuchs ergattert es eine Mitfahrgelegenheit auf einem Lkw. Doch ein Hund verschleppt das widerspenstige Federtier auf den Hinterhof eines heruntergekommenen Restaurants, in dem Schmuggler ein- und ausgehen. Für das Huhn beginnt ein neuer Lebensabschnitt: Es muss sich in der Hackordnung des Stalls behaupten, zankt sich mit Puten, gewinnt das Herz eines Hahns und sucht nach einem sicheren Brutplatz. Dabei gerät es immer tiefer in die kriminellen Verstrickungen einer Familie, die selbst ums Überleben kämpft.

Unter der komischen und manchmal geradezu abenteuerlichen Oberfläche verbirgt sich eine zweite Geschichte: Während die Henne ihren Weg durch die Welt macht, entfaltet sich im Hintergrund eine menschliche Tragödie.

György Pálfi hat beide Erzählungen nach dem Vorbild der antiken griechischen Tragödie miteinander verflochten. So treffen zwei Schicksale aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und doch untrennbar miteinander verbunden sind. Der Regisseur erzählt den Film konsequent aus der Perspektive der Henne. Die Kamera bewegt sich meist auf Augenhöhe des Tiers. Die Henne bleibt dabei ganz sie selbst, mit ihren eigenen erstaunlichen Instinkten und Gewohnheiten. Für die Hauptrolle standen acht echte Hennen vor der Kamera, die eigens für die Dreharbeiten trainiert wurden.

„Lebensansichten eines Huhns“ ist ein leichtfüßiger, skurriler und immer wieder überraschender Film – und erzählt dabei davon, wie unterschiedlich dieselbe Welt aussehen kann, wenn man sie aus einer anderen Perspektive betrachtet.

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