One to One: John & Yoko (OmdU)

zu den Spielzeiten

Dokumentarfilm(in OmdU) | GBR 2024
Regie: Kevin Macdonals, Sam Rice-Edwards („Der letzte König von Schottland“,„Whitney“) Laufzeit: 100 min | FSK n.v., Empfehlung ab 14 J.

1971 beziehen John Lennon und Yoko Ono ein kleines Apartment in Greenwich Village, New
York. Zu einer Zeit, in der die USA von sozialen Spannungen, dem Vietnamkrieg und der Friedensbewegung geprägt sind, suchen die beiden Künstlerikonen einen Weg, um sich aktivistisch
zu engagieren. Sie stürzen sich in das kulturelle Leben, treffen Künstler und setzen ihre Popularität für friedenspolitische Belange ein. Sie verbringen aber auch viel Zeit vor dem Fernseher: Aus einer bunten Mischung amerikanischer Fernsehsendungen lässt der Film die damalige Zeit wieder auferstehen: Den Vietnamkrieg, Der Preis ist heiß, Nixon, Coca-Cola-Werbung, Die Waltons. Während sie ein Jahr der Liebe und des Wandels in den USA verbringen, wandelt sich ihre Haltung zum Protest: weg von symbolisch-provokativen Aktionen, hin zu konkretem, sozialem Engagement. Inspiriert durch eine Fernsehreportage von Geraldo Rivera über benachteiligte Kinder in New York, entsteht die Idee zum berühmten Benefizkonzert mit dem Titel „ONE TO ONE“ im Madison Square Garden am 30. August 1972. Es wird das einzige vollständige Live-Konzert von John Lennon nach dem Austieg bei den Beatles bleiben. Die restaurierten Aufnahmen von ONE TO ONE werden zum kraftvollen Symbol einer künstlerischen und politischen Mission. Warum die Einnahmen spenden? „Um die Apathie der Jugend zu verändern, (...) um alles zu tun, um sie wieder zum Leben zu erwecken,“ so Lennon...

Mit bislang unveröffentlichtem Material wie Telefonaten und Homevideos, wirft Regisseur Kevin Macdonald einen intimen Blick auf 18 prägende Monate im Leben von John Lennon und Yoko Ono. Der Regisseur ließ das Apartment authentisch und mit großer Liebe zum Detail nachbauen. Der Film kehrt immer wieder zu diesem einnehmenden Raum zurück. Das Bett wird zum Zentrum des Geschehens, der flimmernde Fernseher dient als Fenster zu einer Welt im Umbruch.

Das ONE TO ONE Konzert in New York ist eine ausgelassene, schillernde Performance, die atemberaubende Musik wurde von ihrem gemeinsamen Sohn Sean Ono Lennon für den Dokumentarfilm neu gemischt und produziert.

John Lennon wird nicht nur als Musiker gezeigt, sondern als Mensch im Wandel. Yoko Ono begleitet ihn liebevoll während ihr eigener kreativer und gesellschaftlicher Einfluss hier die Bühne bekommt, die ihr gebührt. Ein mitreißendes Filmporträt: eine Collage aus Musik und politischen Debatten, Medienrummel und einem sehr privaten Alltag – intensiv, überraschend, oft witzig und berührend. Eine Hymne an den Mut, gemeinsam für eine bessere Welt einzustehen.

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Spielzeiten

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