Rental Family

Tragikomödie | USA, Japan 2025
Regie: Mitsuyo Miyazaki (alias Hikari)
Besetzung: Brendan Fraser, Mari Yamamoto u. a.
Laufzeit: 103 Min. | FSK: ab 0

„Wir verkaufen Emotionen. Wir spielen eine Rolle im Leben der Kunden. Eltern, Geschwister, Partner, Partnerinnen, beste Freunde. Und helfen ihnen, zu finden, was ihnen wirklich fehlt.“

Phillip Vandarpleog (Brendan Fraser) lebt seit einigen Jahren in Tokio. In letzter Zeit verbringt er seine Tage in immergleichen, öden Routinen. Das Schauspielgeschäft läuft für die einstige Werbeikone nicht mehr so gut, und es fällt ihm schwer, soziale Beziehungen aufzubauen.

Unverhofft wird Phillip Teil einer Agentur, die Schauspieler*innen gegen Bezahlung für Alltagssituationen vermietet – oft, um gesellschaftlichen Erwartungen zu entsprechen. Obwohl sich Phillip zunächst dagegen sträubt, spielt er schon bald einen Gast auf einer Beerdigung, einen besten Freund und sogar einen Bräutigam.

Den Schauspielerinnen der Agentur ist es streng verboten, eine engere Verbindung zu den Kundinnen einzugehen. Doch für Phillip ist das nicht ganz so einfach. In seinen Rollen ist er den Schicksalen der einzelnen Menschen so nah, dass der einfühlsame Riese oft nicht anders kann, als mitzufühlen.

Spätestens als er den Vater eines kleinen Mädchens spielt, baut er eine echte Bindung auf, und die Trennung zwischen Beruf und Privatem wird auf die Probe gestellt.

Was im Film zunächst befremdlich klingt, ist in Japan längst Teil eines funktionierenden Geschäftsmodells: Fremde Menschen werden von Agenturen als Schauspieler für Beerdigungen, Trennungen oder sogar als verschollene Familienmitglieder engagiert.

„Rental Family“ gibt einen sensiblen Einblick in einen Teil der japanischen Kultur, der oft verborgen bleibt. Der Film beleuchtet soziale Zwänge und das starke Bedürfnis, das eigene Gesicht zu wahren, das Menschen zu verzweifelten Taten greifen lässt, sowie die alltägliche Einsamkeit, die in Japan nicht nur ein Großstadtproblem ist.

Dabei verpackt der Film die verschiedenen Schicksale zu einer warmherzigen und rührenden Geschichte und zeigt, dass Gefühle, selbst wenn sie „gemietet“ werden, echte Wärme und Verbindung schenken können.

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