Dokumentarfilm | Deutschland 2025
Regie: Ines Reisch
Laufzeit: 106 min | FSK 12

Meter für Meter arbeitet sich der Forschungseisbrecher Polarstern durch das Eis der Ostantarktis. An Bord sind WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Ländern und eine erfahrene Schiffsbesatzung. Sie wollen herausfinden, wie sich der Antarktische Zirkumpolarstrom durch die Erderwärmung verändert – und was das für das Eis der Ostantarktis bedeutet. Denn gelangt zunehmend warmes Wasser an die Küste, könnte der mächtige Eisschild seine Stabilität verlieren. Ein vollständiges Abschmelzen hätte einen globalen Meeresspiegelanstieg von bis zu 52 Metern zur Folge.

Regisseurin Ines Reinisch begleitet die Expedition mit ihrer Kamera und richtet den Blick nicht nur auf die wissenschaftliche Arbeit, sondern auf die Menschen, die sie möglich machen. Proben werden Tag und Nacht aus dem Meer geborgen, Messungen durchgeführt, Daten gesammelt und ausgewertet. Vieles wiederholt sich, vieles braucht Geduld und höchste Präzision. Gleichzeitig ist das Leben an Bord geprägt von Enge, Isolation, Schichtarbeit und der ständigen Auseinandersetzung mit einer Natur, die keine Fehler verzeiht.

Dabei interessiert sich Reinisch besonders für die Menschen hinter der Forschung: für ihre Motive, ihre Geschichten und dafür, was es bedeutet, monatelang fern von Familie und Alltag zu leben. So begegnen wir etwa der Wissenschaftlerin Nazanin Asadi, die als zweite iranische Forscherin überhaupt das antarktische Festland betritt. Oder dem vierköpfigen Landgeologieteam, das bei eisigen Bedingungen und rund um die Uhr hellem Tageslicht ins neue Jahr startet.

Wissenschaft und Seefahrt sind an Bord untrennbar miteinander verbunden. So entsteht zwischen Eis, Sturm und Phasen der Routine ein persönlicher Einblick in die Arbeit der Menschen, die versuchen, die Veränderungen in der Antarktis zu verstehen.

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Sa. 16.01.2027 - 20:00

Tauschrausch mit Mirjam Woggon, Jakob Nacken und Helge Thun

Kino im Waldhorn

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