Aus unserer Reihe: Kunst im Kino
Dokumentarfilm, Biopic | Deutschland 2026
Regie: Annelie Boros, Vera Brückner
Besetzung: Katharina Stark, Dominique Devenport
Laufzeit: 103 min | FSK ab 6
Paula Modersohn-Becker gilt heute als eine der bedeutendsten Wegbereiterinnen der Moderne. 1876 geboren, widmete sie ihr Leben kompromisslos der Malerei. Bekannt ist sie vor allem für ihre eigenwilligen Porträts und Darstellungen von Frauen, Kindern und Müttern. Mit ihrer direkten, ungewöhnlichen Bildsprache setzte sie sich über die Vorstellungen ihrer Zeit hinweg. Doch sie starb jung: 1907, mit gerade einmal 31 Jahren, kurz nach der Geburt ihrer Tochter.
Doch wie kann man sich einem Menschen nähern, der vor über 100 Jahren gelebt hat? Mit dieser Frage sieht sich die Schauspielerin Katharina Stark konfrontiert. Sie soll Paula Modersohn-Becker spielen. Auf der Suche nach Antworten reist sie nach Worpswede und Paris, besucht Orte aus Modersohn-Beckers Leben, beschäftigt sich mit ihren Bildern und spricht mit KunsthistorikerInnen und Biografen.
Gleichzeitig entstehen Spielszenen, in denen sie und ihre Kolleginnen und Kollegen versuchen, die Menschen aus Paulas Umfeld zum Leben zu erwecken.
Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Schauspielerin und Rolle immer wieder. Katharina Stark wird zu Paula Modersohn-Becker, bleibt aber zugleich eine Schauspielerin, die versucht, eine Frau aus einer anderen Zeit zu verstehen. Was wissen wir wirklich über Paula? War sie eine selbstbewusste, moderne Frau – oder betrachten wir sie heute nur durch unsere eigene Perspektive?
Die Regisseurinnen verbinden dafür Dokumentation, Spielfilm und Selbstreflexion. So entsteht kein klassisches Biopic, sondern ein Film über den Versuch, einem fremden Leben näherzukommen.





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